Logotext

Vernetzung und Steuerung des betrieblichen Gesundheitsmanagements

Aktuelles:

31.03./01.04.2011
Besuchen Sie uns auf dem 3. Zukunftsforum Innovationsfähigkeit in Berlin am 31.03. und 01.04.2011! Näheres unter 3. Zukunftsforum Innovationsfähigkeit

17.11.2010
1. Kölner BGM-Kongreß

26.-30.09.2010
DGPS- Kongress in Bremen Forschungsreferat mit dem Titel: "Vernetzung von Akteuren des betrieblichen Gesundheitsmanagements"

24.09.2010
Abschlußtagung Projekt präwin

09./10.09.2010
Abschlußtagung Fokusgruppe Innovation

02.07.2010
"Schnittstellenanalyse der Akteure im betrieblichen Gesundheitsmanagement" Netzwerkworkshop

24./25.05.2010
Mantratagung

18.05.2010
DIWA-IT Abschlusstagung

14.04.2010
Pragdis Tagung

Projektbeschreibung

Problemstellung

Vor dem Hintergrund einer sich verändernden Arbeitswelt durch Globalisierung und demographischen Wandel rückt das Thema betriebliches Gesundheitsmanagement zunehmend in den Fokus der Unternehmen. Insbesondere dem präventiven, salutogenen Ansatz kommt hier immer mehr Bedeutung zu. Denn nur wer dauerhaft gesunde, qualifizierte und leistungsfähige Mitarbeiter im Unternehmen hat, kann langfristig am Markt bestehen.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, bauen Unternehmen zunehmend Wettbewerbsfaktoren wie nachhaltige Organisationsentwicklung, Personalentwicklung und vor allem Personalpflege, aus. Immer bedeutender wird in diesem Zusammenhang die betriebliche Gesundheitsförderung (BGF). Gegenwärtig existieren in vielen deutschen Unternehmen verschiedene Formen der BGF, jedoch wird noch zu oft nach dem Gießkannenprinzip" verfahren, d.h. mal hier ein Rückenschulkurs für die Mitarbeiter und mal dort ein Gesundheitstag mit Nordic Walking für die Belegschaft.Obwohl diese Maßnahmen gut gemeint sind, können solche Interventionen aber nicht als nachhaltige Investition betrachtet werden. Es fehlt eine systematische Umsetzung in Form eines betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Um dauerhaft die Gesundheit jedes Einzelnen zu fördern und damit nachhaltig für Mitarbeiter und Unternehmen einen Nutzen zu erlangen, bedarf es eines kontinuierlichen und umfassenden Gesundheitskonzeptes, das als Teil der Unternehmenskultur in das Unternehmensmanagement eingebettet ist und unter Berücksichtigung der individuellen Arbeits- und Lebensbedingungen im Unternehmen umgesetzt wird. Obwohl in der Forschung die positiven Wirkungen von Gesundheitsförderung auf den Menschen und die Organisation ausreichend beschrieben sind, herrscht oft noch Unklarheit über deren wirtschaftliche Effekte auf das Unternehmen. So existieren drei wesentliche Problemfelder, an denen das Projekt "GemNet" ansetzt:

Ziele des Gesamtvorhabens

Die beschriebene Problematik bildet die Ausgangsbasis des Projektes "GemNet" zu deren Erforschung das Projektkonsortium mit einer Vielzahl von Praxispartnern zusammenarbeitet um Antworten und Lösungen zu finden. Im Rahmen des Forschungsprojekts werden folgende Ziele verfolgt:

Die nachfolgende Abbildung veranschaulicht, wie synegoistische Vernetzung aussehen kann:

synegoistische Vernetzung

Teilprojekt IPRI

Bei der Organisation und Durchführung des BGM sehen sich Unternehmen häufig den folgenden Problemen ausgesetzt:

Ziel dieses Projektumfangs ist die Entwicklung eines Steuerungsinstruments, welches die Vernetzung der vielfältigen internen und externen Akteuren des BGM fördert. Hierbei wird auf das in der Praxis vielfach erprobte Instrument der Balanced Scorecard (BSC) zurückgegriffen. Sie dient dazu, die strategischen Ziele des BGM zu operationalisieren, indem konkrete Maßnahmen für den einen organisatorischen Gesundheitsbereich abgeleitet werden und schließlich die Zielerreichung gemessen wird. Folgende drei Ziele erhalten dabei besondere Berücksichtigung:

Teilprojekt IPRI

Im Rahmen von Fallstudien wird ein Konzept zur vernetzten Steuerung des BGM entwickelt und implementiert. Hierbei werden folgende vier Schritte wird durchgeführt:

Teilprojekt2 IPRI

Teilprojekt TU Dortmund

Der Lehrstuhl für Organisationspsychologie der technischen Universität Dortmund erforscht während des Projektes die psychologischen Inhalte zur Befüllung einer "Gesundheits-Balanced Scorecard" auf Ebene der Betriebe und entwickelt in Zusammenarbeit mit den Forschungs- und Firmenpartnern ein Netzwerk zur präventiven, effizienten Gesundheitsförderung. Es leiten sich drei wesentliche Hauptziele ab:

Die wissenschaftliche Prüfung und Evaluation betrieblicher Gesundheitsförderung durch die Universität Dortmund liefert einen wichtigen Beitrag zur Erschließung und Erweiterung der Bedeutung, die der Gesundheit als Wertschöpfungsfaktor in der Wissenschaft und Praxis zukommt. Außerdem werden Kriterien zur Einordnung und Bewertung der Funktion eines Gesundheitsmanagements geliefert.

Die nachfolgende Abbildung zeigt die Ursache-Wirkungsbeziehungen mit Einfluss auf den Organisationserfolg:

Ursache-Wirkungsbeziehungen

Teilprojekt Uni Stuttgart

Eine langfristige Veränderung gesundheitsrelevanter Verhaltensweisen der Mitarbeiter kann deren Gesundheit, Lebens- und Arbeitszufriedenheit, sowie deren Motivation beeinflussen und stellt somit einen kritischen Erfolgsfaktor der betrieblichen Gesundheitsförderung dar. Um die Bereitschaft der Mitarbeiter, sich gesund zu verhalten nachhaltig zu ändern, müssen zum einen Verhaltensdeterminanten, wie zum Beispiel Selbstwirksamkeit und Kosten-Nutzen-Abschätzungen, beeinflusst werden (Verhaltensprävention) und zum anderen Rahmenbedingungen für ein gesundheitsförderliches Verhalten, wie zum Beispiel Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, geschaffen werden (Verhältnisprävention).

Der Lehrstuhl für Sport- und Gesundheitswissenschaften der Universität Stuttgart definiert und prüft verhaltensbezogene Kennzahlen in Bezug auf Körperliche Aktivität und Ernährung. Außerdem wird untersucht inwieweit gesundheitsfördernde Rahmenbedingungen für die Verhaltensweisen Rauchen, Alkoholkonsum, Körperliche Aktivität und Ernährung gegeben sind. Für die Generierung der Kennzahlen werden Erkenntnisse und Modelle der Gesundheits- und Bewegungswissenschaft genutzt. Aus der Kennzahl lassen sich Empfehlungen für präventive Maßnahmen ableiten. Außerdem sollen die gesundheitsrelevanten Verhaltensweisen und Rahmenbedingungen zum Aufzeigen von Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen zwischen Prävention und betrieblichem Erfolg beitragen.